Rückblick

Jahresrückblick 2011 der Gemeinde Norden

„Gemeinsam beten und dienen“ - unter diesem Motto stand die Allianzgebetswoche 2011, an der wir mit den lutherischen und freikirchlichen Gemeinden in der Stadt und der Umgebung teilnahmen.

„Gemeinsam beten und dienen“ - danach streben wir auch als Freikirchen in unserer Stadt. Die Ältesten der freien evangelischen Gemeinde, der Friedensgemeinde, die zum Bund der Pfingstgemeinden gehört, und die Ältesten unserer Gemeinde treffen sich in regelmäßigen Abständen, um zu bedenken, was in der nächsten Zeit als missionarische Arbeit in unserer Stadt umzusetzen ist.

Die Jugendgruppe mit dem Jugendhauskreis, den Jugendstunden und der Jungschar praktizieren schon eine gute Zusammenarbeit als „Wir 3“.

An einem besonders segensreichen Geschehen durften wir gleich zu Anfang des Jahres teilhaben. Ein schwerkranker Mann sagte zu seiner Frau: „Lass uns über Jesus reden“. Gregor Helms begleitete das Ehepaar in der Lebensübergabe für Jesus. Gott ließ uns miterleben, wie wichtig und dringend es auch für einen Todkranken ist, Jesus in der Taufe zu folgen. Und so feierten wir mit dem Ehepaar Küll die Taufe am 29. Januar. Die Kraft des Mannes kam noch einmal zurück: Dankbar, strahlend, voll tiefen Friedens ging er uns entgegen.

Am 5. März begleiteten wir unseren Bruder auf seinem letzten Weg. „Ich habe dich je und je geliebt, deshalb habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte“ ( Jeremia 31,3)

Weh tut es noch, dass er nicht bei uns bleiben durfte. Sein Zeugnis spricht aber noch immer zu denen, die das miterleben durften.

Im Herbst des Jahres freuten wir uns über eine weitere Taufe.

Im Februar hatten wir die Pastoren Astrid Eichler, Begründerin der Single –Initiative für vier Abende zu Gast. „ Ein Weg zu Lebensqualität – Lassen – Zulassen – Loslassen –Überlassen.“ Anschaulich überbrachte sie uns aufgrund eigener Erfahrungen ihre Botschaft: Gott muss im Kampf unseres Lebens der Gewinner sein. Die Veranstaltungen wurden wie die „Abende der Begegnung“ gestaltet, die einmal im Monat mit gemeinsamem Essen, Vortrag und Gedankenaustausch angeboten werden.

Das Ehepaar Lung, von OPEN DOORS besuchte uns im August und gestaltete einen Gottesdienst mit einem ausführlichen Bericht über die Arbeit und das häufig gefährliche Leben der Christen in der islamischen Welt mit. Sehr dankbar waren wir für die überaus gute Opfersammlung, die wir für den Dienst von OPEN DOORS mitgeben konnten.

Unsere sehr aktiven Jungscharler beteiligten sich an der deutschlandweiten „Aktion Hoffnung“ sowie an mehreren Schulungen; sie bereitete ein Essen für fast 30 Gäste vor, nahmen mit der Jugend und anderen Gemeindegruppen an Aktivitäten der Stadt teil und verlebten ein gemeinsames Wochenende mit einem Nachtlauf. Während des Pfingstlagers des Gemeindejugendwerks in Sandhatten erliefen sie 500 Euro, die sie im Dezember der „Norder Tafel“ überreichen konnten. Aber wie geht es weiter? Das anstehende Abitur, sowie der Schritt in den Beruf verändern die Mitarbeitersituation. Unsere Antje, um einen Namen zu nennen, ist seit dem Herbst in Kigali/ Ruanda im Rahmen des Internationalen Jugendlichen Freiwilligen Dienstes tätig. Sie arbeitet unter anderem mit Straßenkindern. Einen ähnlichen Dienst macht auch Christopher in Sao Paulo/ Brasilien. Ihr Anliegen ist, Gottes Liebe weltweit zu verbreiten.

Unsere Jugend beteiligte sich an dem „Winter2go“. Einer Aktion des christlichen Jugendwerkes, Frankfurt, die in 20 Ländern auf fünf Kontinenten eingesetzt wird. Etwa 2500 Jugendliche, als Weihnachtsmänner verkleidet, geben die gute Botschaft von Jesus Christus weiter. Begeistert erzählten unsere Jugendlichen im Rahmen des Gottesdienstes von ihren Erlebnissen.

Sie durften die Norderneyfähre nutzen, um dort von der Brücke die Menschen anzusprechen. Danach verteilten sie auf dem Schiff Schriften und kleine Präsente. Sie besuchten auch das Seniorenheim und das Krankenhaus. Die Freude, die sie weitergaben, kam zu ihnen zurück. Dankbar berichteten sie von der Offenheit mit der sie überall empfangen wurden.

Der Spielkreis, die Kinderarche für Kinder im Vorkindergartenalter, hat eine neue Vorsitzenden bekommen. Die Mitarbeiter sind sehr motiviert, sind voller Ideen und treffen sich auch sehr häufig mit den Eltern. Als Beispiel seien die mit einem Basar verbundenen Vorweihnachtsaktionen genannt. Der Spielkreis würde sich aber auch über weitere Mitarbeiter freuen, denn es könnte mal ein Engpass aus gesundheitlichen Gründen entstehen.

Ein großes Gebetsanliegen ist auch eine Verstärkung in der Kinderarbeit, sie läuft gut, aber ein größeres Team wäre doch entlastend.

Nach über 20 Jahren muss ein großer Arbeitszweig der Gemeinde aufgeben. Das Lüttje Huus, unser Buchladen, schließt im Februar 2012. Der Besitzer möchte das Haus verkaufen. Da die Preisvorstellungen sich nicht mit unseren decken, bleibt dem Verein keine andere Möglichkeit als aufzugeben.

Die Frage steht im Raum: Herr, was möchtest Du? Was steht jetzt an?

Die Gottesdienste sind gut besucht. Fast jeden Sonntag wird auch die Übertragung in den Teeraum genutzt. Wenn man bedenkt, dass in Norden jeden Sonntag elf Gottesdienste angeboten werden, kann man sehr dankbar sein.

Es gab viel zu tun, Schulungen, wie „Sichere Gemeinde“, Vorträge, Konzerte, Teilnahme an überkonfessionellen Aktionen in unserer Stadt beschäftigten us.

Auch wenn es Erschöpfungserscheinungen und Krankheiten im Leitungskreis gab. Gott gibt Kraft und das wunderbare Geschenk, dass es immer wieder motivierte und starke Kräfte gibt, die manche Aufgaben übernehmen können.

Unser Pastor André Ramsauer begleitet nach wie vor die Schwestergemeinde Esens.

Außerdem auch den Kreis „ Treffpunkt Bibel“ auf Norderney, der einmal im Monat von ihm besucht und geleitet wird. Die Geschwister unserer Gemeinde halten die Arbeit auf der Insel seit Jahren aufrecht – einmal als Hauskreis und dann aber auch im Rahmen des überkonfessionellen Vereins Leuchtfeuer, der der Verbreitung des Evangeliums auf der Insel dient. Frühstückstreffen, Vorträge können darüber gut organisiert werden. Es gibt immer auch eine Reihe von Feriengästen, die an den Abenden teilnehmen. Eine Norderneyer Schwester nutzt ein Jahr zur Ausbildung in der Bibelschule Wiedenest.

„ Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“. In der Abhängigkeit vom Herrn liegt unsere Stärke! Damit wollen wir ins Neue Jahr gehen.

Gisela Haddinga

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